Lot 277
Georg Kolbe
1877 Waldheim/Sa. – 1947 Berlin
Kopf der Tänzerin 1911/1912
Bronze, H 28 cm (ohne Sockel); bezeichnet „GK“; Gießermarke „H.NOACK BERLIN“; Expertise von Frau Dr. Julia Wallner /Georg Kolbe Museum vorliegend
Die fast lebensgroße „Tänzerin“ von 1911/12 ist das bekannteste Werk von Georg Kolbe. Nach der Ausstellung in der Berliner Sezession 1912 kaufte die Berliner Nationalgalerie die Bronze nur unter der Bedingung, dass sie ein Unikat bleiben müsse. Aufgrund der großen Resonanz der „Tänzerin“, sah Kolbe sich veranlasst, den Kopf noch einmal umzusetzen. Der erste Guss erfolgte 1929. Er ging in die Sammlung Cohn und war 1932 in der Ausstellung deutscher Kunst im Museum of Modern Art in New York zu sehen. Die zweite Bronze stiftete Kolbe seiner ehemaligen Schule in Waldheim. In den 1970er Jahren wurden sechs Güsse angefertigt. Der vorliegende Guss wurde – wie alle Güsse Kolbes – bei der Bildgießerei Noack gegossen. Es ist einer von insgesamt maximal zwölf Güssen. (J. Wallner)

Preise & Bieten

Schätzpreis: 25.000 – 30.000 EUR